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PRAG IM SCHNEE

DruckenDrucken | 24-11-2008, 18:31:07 | yves3003   



Das es Ende November in Prag recht kalt sein kann, war mir schon bewusst, bevor ich mich von Berlin aus die knappen 400 KM aufmachte. Hätte ich jedoch gewusst, dass mich Schneestürme und minus fünf Grad erwarten, wäre ich vielleicht ein paar Wochen früher in die Tschechei gefahren.

Die Stadt an der Moldau gelegen, ist ja schon seit dem Fall des Eiserenen Vorhangs der Hotspot Osteuropas und das hat sich auch nicht geändert.

Das Zentrum der Stadt ist erstaunlich klein. Ein großer Teil der Stadt ist mit Fußgängerzonen ausgestattet, die meisten auch in einem relativ guten Zustand.

Der Mittelpunkt der Stadt ist der Wenzelsplatz, der von wunderschönen Gebäuden umsäumt ist. Hier und in den Altstadtgassen trifft man auch auf die großen Touristenströme, die sich ungeachtet der Kälte durch die Stadt schlagen.

Die Einwohner der Stadt sind die Touristenströme schon seit längerem gewöhnt und es kommt einem vor, als würden sie das völlig überteuerte Zentrum eher meiden.

Wer nämlich günstige Preise sucht der is in Prag leider mittlerweile Fehl am Platze. Das Preislevel liegt weit über dem meiner Heimatstadt Berlins und ist sonst auch auf dem gleichen Level wie so ziemlich jede andere Großstadt in Mitteleuropa.

Was unheimlich toll ist, dass man in Prag viele sehr schön gestaltete Restaurants, Bars und Clubs hat.

Auch mit richtig schicken Designhotels kann die Stadt auftrumpfen: Wer etwas mehr Geld ausgeben kann und will, dem sei wärmstens das Hotel Josef zu empfehlen. Minimalistisch und sehr zentral im jüdischen Viertel der Stadt gelegen, unweit aller Sehenswürdigkeiten und Shoppingadressen..

Meine Lieblingsbar ist die Cloud 9 Bar, auch sehr verkehrsgünstig gelegen und mit einem tollen Blick über die Stadt.

Man kann Prag ganz gut an einem langen Wochenende besuchen, da schafft man sowohl das doch recht üppige Kulturangebot, genauso wie die vielfältigen Nightlifeoptionen!

Es hatte kräftig geschneit während meines Aufenthaltes und die Stadt unterlag einem ganz eigenartigen, relativ melancholischen Charme. Ich habe sehr guten Gebrauch des Metronetzes gemacht, welches sehr günstig ist und gut funktioniert.

Leider ist, obwohl das Land eines der Vorzeigeländer der ehemaligen Ostblockstaaten ist, immer noch sehr viel Armut zu spüren, vielleicht nicht im Zentrum, ganz sicher jedoch in den Vororten. Die Gehälter der meisten Tschechen stimmen einfach nicht mit den Preisen der schicken Cocktailbars und Restaurants in der Stadt überein, dadurch kann es natürlich zu gewissen Konfliktsituationen kommen. Man sollte also nicht allzu blauäugig durch die Stadt laufen und auf sein Hab und Gut aufpassen, denn leider wurde mir am letzten Abend meine Kamera geklaut, was mir den Pragtrip rückblickend ein wenig vermiest hat.

Wer aber nicht so naiv wie ich über Bahnhöfe und öffentliche Plätze schlendert, der wird in Prag seinen Spaß haben, in der sich ja zu Lebzeiten schon Kafka oder auch Freud ihre Zeit seht gut vertrieben haben.

 




   

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